Wenn ich an meine Zeit als Assistentin denke, war auf Augenhöhe mit dem Chef zu kommunizieren eher die Ausnahme und ich musste mir das schwer erkämpfen. Ja, „erkämpfen“ ist der richtige Ausdruck dafür.

„Claudia“ säuselte mein vorletzter Chef, wenn ich zu ihm ins Büro kommen sollte. Und wenn ich zum Diktat antanzte, ja, das gab es früher noch, sagte er „Setzen Sie sich Mädchen“. Das waren schon besondere Eigenheiten, die mein damaliger Chef zu bieten hatte. Und ich musste mich sehr zügeln, um darauf gelassen zu reagieren und mit der Gesamtsituation konstruktiv umzugehen. Ich habe mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit Respekt verschafft; das war nicht einfach, aber notwendig.

Es ist ein schmaler Grat zwischen „Ich halte Grenzüberschreitungen aus“ und „Ich setze mich dagegen zur Wehr“. Schließlich möchten Sie es sich nicht mit Ihrer Chefin oder Ihrem Chef verscherzen und sie oder ihn trotzdem in die Schranken weisen, wenn Ihnen etwas gegen den Strich geht. Eine Situation zu „ertragen“ wäre sicherlich die falsche Entscheidung.


Floskeln vermeiden und neuen Schwung in altmodische Texte bringen

„In der Anlage übersende ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche“ - das schreibt keiner. So weit sind wir alle schon. Aber vor „Anlässlich Ihres Geburtstags übermittle ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche“ schrecken viele nicht zurück. Dabei ist dieser Satz genauso Floskel, langweilig und eine Zumutung für das Geburtstagskind wie der Anlage-Satz.

Ich habe eine kleine Auswahl für Sie zusammengestellt von beliebten und gleichzeitig, aus meiner Sicht, misslungenen Formulierungen in Geburtstagsgratulationen. 


Arbeiten im Homeoffice hat viele Vorteile. Eines ist ganz sicher, dass man weniger Störungen durch Kollegen hat und weniger Gelegenheiten, sich über Kollegen zu ärgern.

Ja, man kann sich auch im Teams- oder Zoom-Meetings über jemanden ärgern; doch im Vergleich zum ganz normalen Arbeiten im Büro ist das Konfliktpotenzial aus dem Homeoffice geringer.

Bald, vielleicht jetzt schon, kehren Sie an Ihren Arbeitsplatz zurück. Und Sie treffen wieder auf,

  • den Kollegen, der morgens nicht grüßt,
  • die Kollegin, die Informationen für sich behält,
  • den unorganisierten, chaotischen Chef,
  • oder die Chefin, die von sich und Ihnen einen sehr hohen Arbeitseinsatz erwartet.

Es ist alles so wie vorher. 

Sie bestimmen, ob die Konflikte wieder losgehen

Die Menschen, die Ihnen jetzt wieder begegnen, haben sich in den letzten Monaten nicht geändert. Warum sollten sie auch? Sie haben es mit den gleichen herausfordernden Charakteren zu tun wie vor dem Lockdown. Ob Sie weitermachen wie bisher, sich ärgern lassen, gereizt reagieren, das entscheiden Sie.

Zum Streiten braucht es zwei Menschen, zum Ärgern immer nur einen. 


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Chefassistenz auf Augenhöhe

1. bis 2. Dezember 2020 in Berlin


Modernes Officemanagement

3. bis 4. Dezember 2020 in Berlin


Webinar: Psychologie für die Assistenz

10. Dezember 2020


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12. Januar 2021


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28. Januar 2021


Webinar: Chefassistenz in digitalen Zeiten

9. Februar 2021


Webinar: Chefentlastung kompakt

10. Februar 2021 

Aktueller Blogeintrag

Wie fordert man jemanden in der Öffentlichkeit auf, seine Maske aufzuziehen, ohne dabei oberlehrerhaft zu wirken?

Benimm-Trainer A. Schmidt rät: nicht gleich vorwurfsvoll werden. So steht es in der Süddeutschen Zeitung. Dann bin ich mal gespannt, was Herr Schmidt zu sagen hat.

„Sie haben keine Maske auf“ würde er nicht sagen, das sei vorwurfsvoll. „Warum tragen Sie keine Maske?“ ist seine Empfehlung.

Ich „beleuchte“ die Empfehlungen mal unter verschiedenen Aspekten und gebe Ihnen Beispiele, damit Sie sich selbst ein Urteil bilden können.

Beispiel 1

Der Reißverschluss an meiner Aktentasche ist schon mal geöffnet, während ich durch ein Bahnhofviertel zum Zug schlendere. Das ist nicht sehr schlau von mir.

„Der Reißverschluss an Ihrer Tasche ist geöffnet“, sagen Passanten dann schon mal zu mir. „Danke, sehr aufmerksam; und danke für Ihre Sorge“, sage ich dann. Ich finde das nett. Ich finde das auch nicht vorwurfsvoll. Es ist eine Feststellung. Ich kann darauf reagieren, wie ich möchte. Vorgeführt fühle ich mich nicht.

Würde ich gefragt „Warum ist der Reißverschluss geöffnet?“ würde ich genötigt, einem fremden Menschen eine Erklärung über mein Verhalten zu geben. Meine Antwort müsste lauten, wenn ich ehrlich bin „Weil ich das schon mal vergesse“, oder gar „Weil ich mitunter dusselig bin“. „Warum“ finde ich als Frage fast immer unpassend, weil es das Gegenüber in eine unnötige Erklärungsnot bringt.

Beispiel 2

Angenommen, ich hätte eine Laufmasche in der Strumpfhose. 

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