Ich sage dem Mann in der Straßenbahn, er möchte bitte seine Maske richtig tragen. Wenn das Ding unterhalb der Nase säße, sei sie wirkungslos und niemandem wäre geholfen.

Er reagiert unflätig, ob ich bei der Polizei wäre und was mich das anginge. Ich will ihm nicht erklären, was mich das angeht; die Aussicht auf Erfolg, also, dass er sagt „Stimmt, da haben Sie Recht, das habe ich noch nie so gesehen“ ist gleich null. Also: Rückzug. Ich setze mich woanders hin.

„Das traue ich mich nicht“, sagen viele

Viele meiner Seminarteilnehmerinnen sind immer wieder in Situationen, in denen sie gern etwas sagen würden, sie sich aber nicht trauen, etwas zu sagen oder es nicht schaffen, die richtigen Worte zu finden. Ich traue mich fast immer, etwas zu sagen. Mir fehlt selten der Mut und Sprachlosigkeit erlebe ich selten.

Das Gefühl einer Situation ausgeliefert zu sein, kenne ich und ich befinde mich immer seltener in solchen Umständen. Mit Diplomatie, Klarheit und Gelassenheit lässt sich einiges erreichen, aber nicht alles. Das zeigt das Beispiel von dem Typen in der Straßenbahn, dem ich begegnet bin.

Wie Sie es schaffen, sich mehr zu trauen – drei Tipps:

Claudia Marbach authentisch

Fühlen Sie sich stark, statt schwach.

  1. Glauben Sie bitte daran, dass es Ihnen zusteht, Ihre Meinung zu äußern.
  2. Hören Sie auf zu denken „Das hat sowieso keinen Sinn“, sondern sagen Sie zu sich „Ich kann das, ich schaffe das, ich möchte das.“
  3. Denken Sie an Situationen, in denen Sie sich getraut haben und setzen Sie einen geistigen Anker, wenn Sie die Situation erfolgreich gelöst haben. Denken Sie immer wieder daran, wie stolz Sie auf sich waren in der schwierigen Situation.

Eine typische, schwierige Gesprächssituation: Wie sagen Sie jemandem, dass er nach Schweiß riecht? Was würden Sie tun?

Schweiß Hidro Fugal

Mein Tipp: Stellen Sie kein Deo auf den Tisch. Das ist verletzend. Sagen Sie lieber „Dein Deo hat dich verlassen.“

„Ich wünsche mir mehr Schlagfertigkeit“, sagen viele

Schlagfertig auf Beleidigungen, Angriffe oder Herabsetzungen zu reagieren, wünschen sich sehr viele Menschen. Den meisten bleibt der Gedanke daran im Halse stecken; erst später fallen einem die richtig coolen Sprüche ein, die man dem Gegenüber gern an den Kopf geknallt hätte. Zu spät.

Und, mal ganz ehrlich: Das, was Ihnen in dem Augenblick sprachlich fehlt und später erst einfällt, hat meist wenig mit Klarheit, Gelassenheit und Diplomatie zu tun. Und trotzdem: Sprachlosigkeit muss nicht sein. Es gibt einfache Techniken, wie Sie schlagfertig auf Angriffe reagieren, ohne sich selbst auf das gleiche Niveau wie der Angreifer zu begeben oder unprofessionell zu erscheinen; das ist im Job wichtig, finde ich.

Drei wichtige Tipps für gelungene Schlagfertigkeit

  1. Denken Sie daran, dass in „Schlagfertigkeit“ das Wort „Schlag“ steckt. Im Job möchten Sie vermutlich niemanden verbal schlagen.
  2. Wenn Sie sich mit jemandem verbal anlegen, wird es einen Gewinner und einen Verlierer geben. Legen Sie sich mit Vorgesetzten an, sind Sie, egal, wie der „Battle“ ausgeht, immer die Verliererin. Sie haben vielleicht die Schlacht gewonnen, den Krieg werden Sie verlieren.
  3. Bei Schlagfertigkeit geht es nicht ums Schlagen. Mit guter Schlagfertigkeit machen Sie sich keine Feinde, sondern setzen Grenzen, zu Ihrem eigenen Schutz.

Wir sind umgeben von Besserwissern – so wie von Fußballbundestrainern

Deutschland hat gefühlt 40 Millionen Fußballbundestrainer, die es alle besser wissen als der Trainer der Fußballnationalmannschaft der Herren selbst. Ihre Qualifikation: KEINE.

Heutzutage, dank Internet, sozialer Medien, kann jeder seinen Senf zu allem abgeben. Haben Sie jemals in Diskussionen auf Facebook, in denen Menschen ihre Meinung vertraten und dafür kritisiert wurden, gelesen, dass jemand schreibt „Danke, dass Sie mich auf diesen Gedanken gebracht haben“? Nein, natürlich nicht. Jeder weiß es besser und ist jederzeit bereit, bei seiner Meinung zu bleiben und die sprachlich gewalttätig zu vertreten.

Was aber tun, wenn Sie mit einem solchen Menschen zusammenarbeiten (müssen)? Wie machen Sie als Assistentin oder auch als Chefin jemandem klar, dass er das Gegenteil von dem tun soll, was er für richtig hält. Das nenne ich mal eine Herausforderung! Einwände und Gegenargumente müssen Sie in einem beruflichen Umfeld entkräften können. Und, mein Tipp: Das funktioniert nicht mit „Ja, aber.“

Sie sehen, die täglichen Herausforderungen sind groß. Souverän und klar zu agieren, ist nicht immer einfach, bis sehr schwierig.

Mit meinem Online-Training „KISS 3: Schwierige Gesprächssituationen meistern“ überwinden Sie Sprachlosigkeit und lernen, in herausfordernden, schwierigen Situationen souverän und klar zu agieren. Besserwisser, Vielschwätzer und Choleriker können Ihnen dann nichts mehr anhaben. Lernen Sie in drei Stunden, wie Sie schwierigen Menschen den Wind aus den Segeln nehmen.

Das nächste Online-Training findet am 31. Januar 2022 statt. 

Alle Details zu diesem kompakten Online-Training lesen Sie hier: https://www.claudia-marbach.de/webinare/kiss-3-schwierige-gespraechssituationen-meistern.html

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